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31.03.2004 - Praxis-Seminar : Betriebswirtschaftliche Unternehmensanalyse in Krise und Insolvenz

Dieses Praxisseminar wendet sich primär an die Anwaltschaft, Fachanwälte für Insolvenzrecht und Insolvenzverwalter. Neben dem schon insolvenz-versierten Berater werden Anwälte angesprochen, die angesichts der von Experten auch für die nächsten Jahre erwarteten hohen Pleitewelle Insolvenzverwaltung zu einem ihrer zukünftigen Kerngeschäfte machen wollen. Der Gesetzgeber unterstützt dies mit der geplanten Neuregelung der InsO ausdrücklich durch Aufgabe des bisher de facto bestehenden „closed-shop-Prinzips“.

Darüber hinaus richtet sich das Seminar auch an Vertreter im Gläubigerausschuss eines Insolvenzverfahrens, insbesondere an leitende Mitarbeiter aus Banken, Kreditversicherern und Sozialträgern, die ein vom Verwalter vorgelegtes Gutachten und Sanierungskonzept auf Plausibilität und kurzfristige Umsetzbarkeit prüfen. Auch Unternehmer in der Krise erfahren, worauf Gläubiger beim Fortführen des Unternehmens besonderen Wert legen.

Seminarziel

Erfolgreiche Insolvenzbewältigung hat „just in time“ zu erfolgen, da sich erfahrungsgemäß die Vermögenswerte des notleidenden Unternehmens von Tag zu Tag erheblich verschlechtern. Insbesondere Juristen und Anwälte müssen sich binnen kürzester Zeit neben den rechtlichen Verfahrensfragen überwiegend mit betriebswirtschaftlichen Aspekten des Schuldnerunternehmens befassen. Dies betrifft zum einen die präzise Analyse und Bewertung der Insolvenzfaktoren Zahlungsunfähigkeit, drohende Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung wie zum anderen das Erstellen der Fortführungsprognose („Going Concern“).

Der vom Gericht bestellte vorläufige Insolvenzverwalter findet insbesondere beim mittelständischen Schuldnerunternehmen nur selten aktuelle und vernünftig aufbereitete betriebswirtschaftliche Zahlen vor, um im Rahmen seines Gutachtenauftrags eine schnelle und zutreffende Beurteilung der Ertrags- und Vermögenslage abgeben zu können. Insbesondere vorhandene Jahresabschlüsse sind meist nicht aktuell und wenig detailliert. Die vorgelegten Summen- und Saldenlisten sind nicht mit den Eröffnungsbilanzwerten ausgestattet und daher wenig aussagefähig. Das vorhandene Rechnungs-“Wesen“ macht seinem Namen alle Ehre. Vernünftige Controlling-Systeme mit entsprechend aufbereiteten Kennzahlen liegen bei insolventen Firmen im Regelfall zudem nicht vor.



Ihr Umsetzungs-Nutzen

Die Teilnehmer des Seminars erfahren anhand konkreter Fallbeispiele, wie sie das vorhandene oft chaotische und unzureichende Zahlenmaterial binnen kurzer Zeit systematisch ordnen, relevante Zahlen und Daten herausarbeiten und diese in ein aussagefähiges Kennzahlen-System einbinden. Auf einen Blick erhalten Sie somit genau die Fakten, um ein betriebswirtschaftlich fundiertes Urteil über die Ursachen der Schieflage des Unternehmens abgeben zu können. Analog zum Arzt kann auch der Insolvenzverwalter nur sanieren, wenn er zunächst eine absolut präzise Analyse der vorgefundenen Situation erstellt hat. Danach kann er begründet entscheiden, welchen der insolvenzrechtlich vorgeschriebenen Lösungswege, Zerschlagung, Planverfahren oder übertragene Sanierung, er durchführen will, um den Interessen der Gläubiger bestmöglich gerecht zu werden. Die Seminarteilnehmer werden mit der Sichtweise vertraut gemacht, mit der Gläubiger die betriebswirtschaftliche Plausibilität des vorgelegten Plans beurteilen, ohne das gesamte Dokument studieren zu müssen, was die wenigsten tun.


Programmablauf



A Die betriebswirtschaftlich fundierte Analyse des Schuldnerunternehmens:


Was sagen Ihnen die letzten Bilanzen ? Auf welche praxisrelevanten Kennzahlen kommt es hier an? Wie können Sie eine fehlende aktuelle Bilanz möglichst genau kurzfristig selbst erstellen ?

Was können Sie aus den Summen- und Saldenlisten lesen ? Woran erkennen Sie eine korrekte Buchführung des Unternehmens ? Was sagt Ihnen die erweitere Cashflow-Analyse ? Welche Bedeutung hat hier das Nettoumlaufvermögen ?

Welche Ursachen hat die Schieflage des Unternehmens ? Woran können Sie das eindeutig festmachen ?

Die anhand von einfachen Schemata zutreffende Beurteilung von:
- Zahlungsunfähigkeit (seit wann besteht dieser Zustand ? Liegt evtl. nur eine Zahlungsstockung vor ?)
- Überschuldung (welche Werte setzen Sie im Überschuldungsstatus mit welcher Begründung an ? Wie verhält es sich mit dem „stillen Reserven“ in der Praxis ?)

Welche kurzfristigen Maßnahmen bieten sich praktisch an, um die Verwaltung liquiditätsmäßig überhaupt am Leben zu erhalten ? (Wo und wie machen Banken, Lieferanten und Sozialträger mit ?)


B Der betriebswirtschaftlich fundierte Teil des Planverfahrens:

Plausibilität des „Leitbilds des sanierten Unternehmens“: Wie können Sie Gläubiger von einer Win-Win-Situation überzeugen ?

„Going-Concern“: Auf welche markanten Bausteine Ihrer Fortführungsprognose kommt es an ? Mit welchem Zeithorizont und in welcher Dichte sollte Ihr Ertrags- und Finanzkonzept erstellt werden ?

"Liquiditätsplan“: Auf welche Feinheiten kommt es hier an ? Welche z.T. beachtlichen Auswirkungen in der Praxis haben hier typische Zeitverzögerungen (sog. „time-lags“)?

Reporting an Gläubiger: Das Wesentliche darstellen und mit wenigen Kennzahlen untermauern, „Zahlenfriedhöfe“ vermeiden, Vertrauen festigen durch realistische Plan-Ist-Darstellungen, Abweichungen plausibel begründen


Referent: Diplom-Volkswirt Stefan Uhlig, (www.su-consulting.de)

Uhlig Unternehmensberater mit Schwerpunkt Sanierung und Krisenbereinigung im Vorfeld von Insolvenzen vorwiegend bei mittelständischen Familienunternehmen. Zu diesem Themengebiet ist er Gastdozent in der Bundesfinanzakademie sowie Referent bei Veranstaltungen und Seminaren von Kammern und Verbänden. Uhlig arbeitet auch als Sachverständiger im Auftrag deutscher Gerichte zu betriebswirtschaftlichen Problemen rund um Insolvenzen und ist Autor diverser Aufsätze und Bücher, u.a. Herausgeber des Tagungsbandes „Gläubiger-Strategien bei krisenbehafteten Unternehmen im Vorfeld einer möglichen Insolvenz.“

Termin: 31.März 2004

Weitere Auskünfte erhalten Sie beim Veranstalter:

FORUM Institut für Management GmbH, Postfach 105060, D-69040 Heidelberg. Tel. 06221/500 501 Fax 06221/500 555


E-Mail: anmeldung@forum-institut.de

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