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19.09.2004 - Mehr Umsatz und Gewinn durch Innovationen

Allein Innovationen werden zukünftig der Schlüssel zu mehr Wachstum und Gewinn sein. Dabei geht es keineswegs nur um Forschung und Entwicklung (F+E) neuer Produkte.

Innovationen werden auf allen Ebenen von Wirtschaft und Gesellschaft als Schlüssel zu Wachstum und Beschäftigung angesehen. Vielfach lautet die Formel dazu: Mehr Forschung und Entwicklung erzeugt technologisch innovative Produkte und Dienstleistungen. Damit erringen die Unternehmen Wettbewerbsvorteile und sichern bzw. erhöhen ihren Marktanteil. So weit so richtig.


Da steckt viel mehr dahinter


Doch der Begriff „Innovation“ ist viel breiter zu definieren. Innovation bedeutet zunehmend die Veränderung bzw. sinnvolle Ergänzung des eigenen Leistungsangebots durch intelligente Kombinationen aus Produkt und Dienstleistung, die weit über das hinausgehen, was man als produktbegleitende Dienstleistung bzw. Service bisher schon angeboten hat. Beispiel Auto: Hier dominierten lange Verkauf und Reparatur bzw. Wartung. Zunehmend werden darüber hinaus auch Finanzierung und Versicherung des Fahrzeugs gleich mit angeboten, mitunter sogar preisgünstiger als bei den bisherigen klassischen Anbietern.

Anderes Beispiel. Für einen Fachverlag bedeutet Innovation nicht nur die Herausgabe neuer Zeitschriften, die Ansprache neuer Zielgruppen und die Erschließung von Geschäftsfeldern, die dem bisherigen Kerngeschäft benachbart sind, sondern vor allem die engere Verzahnung von gedruckten Produkten (print) mit attraktiven Internet-Aktivitäten (online) und sonstigen Aktivitäten wie etwa Fachseminare.


Es geht um Produkte und um die Organisation


Im Vordergrund aller Innovationen hat selbstredend ausschließlich das Interesse bzw. der Nutzen des Kunden zu stehen, der die zusätzliche Flexibilität und Leistungsfähigkeit eines ganzheitlichen Anbieters durchaus schätzt, wie andere Branchen nachhaltig beweisen.

Bei der intensiven Verfolgung innovativer Strategien sollten neben dem Produkt aber auch alle technisch-organisatorischen Verbesserungen bei der eigenen Wertschöpfungskette nicht vergessen werden. Sie dienen nicht nur der ständigen Optimierung der Kosten sondern tragen zur Verbesserung der Produktflexibilität entscheidend bei. Zu derartigen Organisations-Innovationen zählen z.B. aufbauorganisatorische Konzepte wie die Aufgliederung der Produktion in kunden- oder produktspezifische Segmente, der Rückbau von Zentralabteilungen, die Dezentralisierung von planenden, steuernden und kontrollierenden Funktionen oder die Einrichtung abteilungsübergreifender Entwicklungsteams. Auch regelmäßige Gespräche mit den Mitarbeitern über Ziele und Entwicklungen gehören hier dazu.


Nachgewiesene Erfolge innovativer Unternehmen


Dass es sich bei der gezielten Innovationsstrategie keineswegs um einen neuen betriebswirtschaftlichen Modegag handelt, beweist eine ausführliche Untersuchung des renommierten Fraunhofer Instituts Systemtechnik und Innovationsforschung (ISI) bei 1.500 vorwiegend mittelständischen Industrieunternehmen (Ausgabe Nr. 33/Mai 2004, www.isi.fraunhofer.de).

Ganzheitliches Innovationsverständnis setzt nach den Erkenntnissen der ISI-Forscher nicht nur auf Technik: Beim Produkt neben F+E-basierter Produktinnovation auch auf innovative Produkt- und Dienstleistungskombinationen. Und beim betrieblichen Prozess geht es um innovative Prozesstechnik wie um innovative kreative Organisationform.

Das gilt keineswegs nur für große Unternehmen. Fazit der Fraunhofer:

„Der Zusammenhang zwischen einer Innovationsführerschaft bei organisatorischen Innovationen und Beschäftigungswachstum ist unabhängig von der Betriebsgröße. In allen Größenklassen sind die Firmen, die in besonderem Maße auf organisatorische Innovationen setzen, in ihrem Wachstum überlegen.“


Wo viel Licht ist ….


So wertvoll Innovationen sind, so erfordern sie hohe menschliche Qualitäten und treffen zudem noch stets auf das Lager der Ewig-Gestrigen und Bedenkenträger, worauf Kreativitäts-Papst Heinz Hoffmann hingewiesen hat:

„Erfindungen und Innovationen, das zeigt die Geschichte immer wieder, sind meist das Resultat von Aufgeschlossenheit, Bescheidenheit, Mut, Beharrlichkeit und überdurchschnittlich kreativem Einsatz einzelner Menschen; die Namen Thales, Galilei, Marconi, Watt, Hehnlein, Pasteur, Koch, Franklin, Freud, Fulton, Diesel und Wright stehen hier symbolisch für viele. Gleichzeitig aber lehrt uns die Geschichte, dass viele der großen technologischen Durchbrüche nur gegen den schärfsten Widerstand unserer Gesellschaft und über schwere Affronts gegen die jeweiligen Entdecker oder Erfinder von diesen erzwungen wurden.“ (Heinz Hoffmann: Kreativität. Die Herausforderung an Geist und Kompetenz. Damit Sie auch in Zukunft Spitze bleiben. printul, München 1996.)

Nur Unternehmen, die innovativ sind und solche Schwierigkeiten meistern, werden langfristig überleben.

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