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13.03.2003 - DIW: Basel-Regeln kein Problem für Kredite

Durch die Einführung der neuen Eigenkapitalvorschriften (Basel II) werden sich die Finanzierungsmöglichkeiten für den Mittelstand nach Einschätzung von Wirtschaftsexperten nicht verschlechtern. Nach den im Jahre 2002 vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht beschlossenen Zugeständnissen sei keine allgemeine Verschlechterung zu erwarten, schreibt das DIW am Mittwoch in seinem jüngsten Wochenbericht.

Basel II sieht vor, dass die Banken künftig mehr Spielraum bei der Kreditvergabe haben und für so genannte gute Risiken weniger Eigenkapital hinterlegen müssen als für schlechte Risiken. Das Ausfallrisiko wird damit stärker berücksichtigt, Unternehmen mit schlechter Bonität müssen deshalb höhere Zinsen zahlen. Deutschland setzte im vergangenen Jahr aber durch, dass es gerade für kleine Unternehmen Ausnahmeregeln geben soll. Damit sollen die Sorgen des Mittelstands zerstreut werden, der Probleme bei der Finanzierung fürchtet.

Wegen seiner geringen Eigenkapitalquote ist der Mittelstand in Deutschland stark von Krediten abhängig. Zum Mittelstand werden nach der gängigen Definition Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern und bis zu 50 Millionen Euro Jahresumsatz gerechnet. Damit gehören 99 Prozent aller Unternehmen in Deutschland in diese Kategorie.

Der Volkswirtschaft würde auch dann kein Schaden drohen, wenn Basel II einen Anstieg der Eigenkapitalunterlegung für den Mittelstand als Ganzes erzwingen würde, schrieb das DIW weiter. Erhöhte Eigenkapitalpuffer im Bankensektor, soweit sie für die Stabilisierung des Bankensystems notwendig seien, trügen zum Investorenschutz und zum Schutz von Spareinlagen bei. Allerdings sei es möglich, dass es zumindest kurzfristig zum Konflikt zwischen den Zielen der Stabilität des Bankensystems und der Finanzierung des Mittelstandes kommen könne, schrieben die Experten. Die Stabilität der Banken dürfe aber nicht anderen Zielen untergeordnet werden.

Erklärtes Ziel von Basel II sei es, zwischen «guten und schlechten» Risiken zu unterscheiden und die jeweiligen Risikokosten «verursachungsgerecht» zu verteilen. Sollte dies Mittelstandsbanken tatsächlich dazu zwingen, mehr Eigenkapital als bisher vorzuhalten, würde der Anstieg auf eine bisher unzureichende Absicherung gegen unerwartete Ausfallrisiken hindeuten, erklärte das Institut. Basel II könne außerdem einen «heilsamen Zwang» ausüben und die mittelständischen Unternehmen veranlassen, im eigenen Interesse risikoreduzierende Maßnahmen zu ergreifen. (Quelle: www.netzeitung.de)

Auch der Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken, Rolf Breuer, hält die Befürchtungen vor allem kleiner und mittlerer Betriebe, demnächst keine oder nur noch sehr teure Kredite zu bekommen, für unbegründet.

„Als Mittelständler muss man keine Angst haben vor Basel II“

so Breuer am 12.3.03 in München. Er forderte Unternehmer wie Banken zu „neuem Dialog“ auf, um das Rating bestmöglich zu gestalten. (Quelle: Müncher Merkur vom 13.3.03)

Ausführliche Infos zum Thema Basel II und Rating auch im Internet bei T-Online:

www.t-online-business.de/busi/them/

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