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Sanierungs-Konzept

Befindet sich ein Unternehmen in einer Krise, ist der Inhaber bzw. Geschäftsführer angehalten, ein Konzept zu entwickeln, das Unternehmen und Gläubigern eine tragfähige Perspektive anbietet, ob und wie das Unternehmen saniert werden kann. Von "Krise" sprechen die Juristen dann, wenn Zahlungsunfähigkeit droht. Diese erkennen Sie rechtzeitig, wenn Sie Ihren Liquiditätsplan laufend aktualisieren und immer für die nächsten 12 Monate fortschreiben.

Wir bieten zur Erstellung von (und zur Plausibilitätsprüfung von vorhandenen) Sanierungskonzepten spezielle Seminare an. > Seminare 

Form und Ausgestaltung des Konzeptes richten sich nach Größe des Unternehmens und Intensität der Krise. Es sollte aber vermieden werden, die Anforderungen an Sanierungskonzepte zu hoch zu schrauben, inbesondere wenn Banken ein solches Konzept zur Grundlage ihres "Mitgehens" machen. Außer den vom BGH vorgegeben Grundsätzen sind keine weiteren Vorgaben maßgeblich (auch nicht IDW oder ISU).

Der PDF-Aufsatz "Sanierungskonzepte nicht überfordern" steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.

Ist dagegen bereits Insolvenzantrag gestellt und das Verfahren eröffnet, sind die Anforderungen an ein Sanierungskonzept durch die neue Insolvenzordnung (InsO) präzise geregelt. Das Gesetz fordert dann einen Insolvenzplan mit einem darstellenden und einem gestaltenden Teil. Der bekannte Insolvenz-Fachmann Jobst Wellensiek spricht hier vom "Kernstück" des neuen Insolvenzrechts.

Herr des Verfahrens ist im eröffneten Verfahren der Insolvenzverwalter, wobei hier vom Gericht ein sog. "starker" oder ein "schwacher" Verwalter angeordnet werden kann.

Ein Insolvenzantrag hat allerdings Folgen. Jeder Unternehmer kennt diese.

Für die Praxis einer Unternehmens-Krise ist daher erstrebenswert, die Phase vor (!) Stellen eines Insolvenzantrags zu nutzen, und die Krise zu bereinigen. Hier sind Sie als Geschäftsführer bzw. Inhaber noch Herr des Verfahrens. Zudem gilt:

"Die besten Sanierungen geschehen früh, schnell und still. Ihre Bühne ist gleichwohl kein rechtsfreier Raum."
Prof. Dr. Karsten Schmidt, Hamburg


Durch Erarbeitung eines ausführlichen Sanierungskonzeptes geht es vor allem darum, die Gläubiger davon zu überzeugen, dass sie sich bei einer erfolgreichen Sanierung und Fortführung des Unternehmens besser stellen als im Fall von Insolvenz und möglicher Zerschlagung des Unternehmens.

In der Praxis wird ein Sanierungskonzept immer unter direkter Einbeziehung der (wichtigsten) Gläubiger erarbeitet. Schließlich müssen sie es mittragen. Deshalb ist der Begriff der "Sanierungswürdigkeit" neben dem der "Sanierungsfähigkeit" von herausragender Bedeutung.

Wichtig: In der Phase vor Eröffnung eines Insolvenzverfahrens entscheiden Unternehmer und Gläubiger völlig souverän über die mögliche Sanierung. Gericht und Insolvenzverwalter bleiben hier außen vor. Die entscheidenden gesetzlichen Vorschriften sind allerdings strikt zu beachten.

Nachfolgend das Inhaltsverzeichnis eines Sanierungskonzeptes für eine mittelständische Druckerei.

Sanierungs- und Konsolidierungskonzept vom 18.05.2000 XX-Druckerei Inhaber: Wolgang X Musterallee 15 D-00000 Musterstadt Geschäftsnummer: 000000xxxx



Inhaltsübersicht

1. Auftrag und Zweck des Konzeptes

2. Beschreibung des Unternehmens

3. Analyse des Unternehmens

3.1 Bisherige Entwicklung

3.2. Wesentliche Krisenursachen

3.3. Lagebeurteilung hinsichtlich:

Vermögenslage

Liquiditätslage

kurzfristige Umsatzchancen

weitere Verlustrisiken



4. Ziel des sanierten Unternehmens

4.1. Marktpotenzial hinsichtlich:

Marktposition

Umsatzpotenzial

Kunden- , Lieferanten- und Wettbewerbssituation

4.2. Unternehmensorganisation

4.3. Mitarbeiter und Kunden im Zentrum

4.3. Finanzielle Stabilität

4.4. Zielrichtung regionale Kostenführerschaft



5. Massnahmen zur Sanierung und Konsolidierung des Unternehmens

5.1. Finanzwirtschaftliche Maßnahmen

5.2. Innerbetriebliche Maßnahmen


6.Zusammenfassung und Kernaussagen


7. Quellenangabe

Anlagen

A Analytischer Teil:

A 1.1 Produktiver Mehrjahresvergleich 1995 - 2000

A 1.2 Daten Kostenstrukturen

A 1.3 "Röntgenbild" Kostenstrukturen

A 2.1 Bilanzauswertung AKTIVA 1995 - 1998

A 2.2 Bilanzauswertung PASSIVA 1995 - 1998

A 2.3 "Röntgenbild" Bilanz-Struktur-Entwicklung

A 3.1 Analyse Wareneinsatz

A 3.2 Analyse Personalkosten

A 3.3 Analyse Betriebskosten

A 4.1 Kurzfristiger Liquiditätsstatus per 30.03.2000

A 4.2 Überfällige Zahlungen

A 5.0 Kapitalfluss laut Bilanzen

A 6.0 Komprimierter GEFA-Tilgungsplan

B Planerischer Teil:

B 1.1 Betriebskosten-Planung 2000

B 2.1 Personalkosten-Planung 2000

B 2.2. Berechnung Produktivität/Wertschöpfung/Stunde

B 3.0 Detaillierte Umsatzplanung 2000

B 4.1 Finanzierungs Planung 2000

B 4.2 Aufstellung Sicherheiten für neues Darlehen

B 5.2 Liquiditätsplan 2000

B 5.3 Liquiditätsplan 2001

B 6.0 Zeittafel Maßnahmen zur langfristigen Sanierung

C Controlling-Instrumente:

C 1.1 Kalkulation Druckmaschine M1

C 2.1 Kalkulation Druckmaschine M2

C 3.1 Kalkulation Druckmaschine M3

C 5.1 Controlling Wertschöpfung Mitarbeiter

D Organisatorische Maßnahmen:

D 1.0 Hinweise für Arbeitszeitmodell

E Selbstdarstellung Leistungsprofil

Textvorlauf des Sanierungskonzeptes



1. Auftrag und Zweck des Konzeptes


Am ...... erteilte der Inhaber von XX-Druckerei, Herr Wolfgang X, auf Empfehlung von ..... dem Sanierungsberater und Gutachter, Diplom-Volkswirt Stefan Uhlig, D-82538 Geretsried bei München, den Auftrag, ein Sanierungskonzept zu erstellen, das dem Unternehmen und seinen Gläubigern die betriebswirtschaftlichen Voraussetzungen aufzeigt, um das Unternehmen fortzuführen. Dem Berater wurde Vollmacht erteilt, bei den kreditgebenden Banken, dem Steuer- und Rechtsberater, sowie bei den Gläubigern weitere Informationen einzuholen. Entsprechende Vertraulichkeit wurde zugesichert.

Dieses Sanierungskonzept orientiert sich in Aufbau und Darstellung an den in der Sanierungspraxis gängigen betriebswirtschaftlichen Standards. Zudem werden die vom BGH in verchiedenen Entscheidungen gemachten rechtlichen Vorgaben an das Erstellen von Sanierungs- bzw. Fortführungskonzepten beachtet.
Eine explizit rechtliche und eine steuerliche Beratung werden nicht vorgenommen. Hier wird auf die entsprechenden Fachkompetenzen des Unternehmens verwiesen bzw. alternativ Vorschläge unterbeitet. Selbstverständlich werden jedoch die Insolvenz auslösenden Faktoren Zahlungsunfähigkeit und/oder Überschuldung analysiert und bewertet. Der Geschäftsführung werden dann entsprechende Empfehlungen für deren Beachtung der in der Krise besonders wichtigen kaufmännischen Sorgfalt gegeben.

Für diese Beratung kann ein Zuschuß im Rahmen der Richtlinien über die Förderung von Unternehmensberatungen für kleine und mittlere Unternehmen beantragt werden.

Grundlage dieses Konzeptes sind ausführliche schriftliche und mündliche Informationen von Geschäftsführung und leitenden Mitarbeitern der XX-Druckerei. Die wichtigsten Quellen werden am Ende genannt.

Hinweis: Dieser Text wird durch Anlagen ergänzt.


2. Beschreibung des Unternehmens

Die Druckerei wurde 1985 von Wolfgang X. gegründet. Es wird ein breites Leistungsprofil angeboten, das von der Vorstufe (u.a. Beratung, Entwurf, Satz, Lithos) über den eigentlichen Druck hinaus auch die Weiterverarbeitungsstufen wie Verarbeiten, Veredeln und Versenden umfaßt. Insbesondere werden auch klassische Aufgaben der Direktwerbung (u.a. Adressen erfassen, beschriften, verarbeiten ) angeboten.

Das überwiegend mittelständische Kundenspektrum ist weit gestreut und umfaßt auch Großaufträge für namhafte Verlage (z.B. yy) und Versicherungen (z.B. yyy).

Die technische Ausrüstung des Unternehmens ist auf dem neuesten Stand und kann auch differenzierte Kundenwünsche erfüllen. Zuletzt wurde eine hochmoderne Vier-Farben-Druckmaschine ("Heidelberger Speedmaster") installiert.

Das Unternehmen beschäftigt mit dem Inhaber derzeit 29 Mitarbeiter. Darunter befindet sich neben der Ehefrau noch die Tochter. Es gibt einen Auszubildenden; ein Mitarbeiter wird derzeit mit Zuschüssen des Arbeitsamtes beschäftigt.

Die XX-Druckerei ist ein Unternehmen in der Rechtsform des Einzelunternehmens. Inhaber ist Wolfgang X mit Wohnsitz 00000 Musterstadt. Das Unternehmen ist nicht im Handelsregister eingetragen.

Die Bilanzen des Unternehmens erstellt Wp Franz Müller, Steuern-Nein-Danke-Steuerberatungs-Gesellschaft, 0001 Steuerparadies. Die Buchhaltung entspricht DATEV-Standard und wird im Unternehmen durchgeführt.

Zuständiges Finanzamt ist Berlin.

Seit August 1908 befindet sich die Betriebsstätte im Gewerbegebiet in Musterstadt..... Die gemietete Fläche beträgt ..... qm. Davon entfällt etwa ein Drittel auf die Verwaltungsräume. Der Mietzins beträgt monatlich EUR ...... zuzüglich Nebenkosten.


3. Analyse des Unternehmens  3.1. Bisherige Entwicklung

Die Auswertung der Bilanzen der letzten Jahre bis zurück in das Jahr 1995 zeigt eine ....... (Ende)

Es folgt nun entsprechend dem Inhalt eine detaillierte Analyse der Krisenursachen mit Zahlen, Daten und Fakten.

Druckerei XXX DIPLOM VOLKSWIRT STEFAN UHLIG SANIERUNGSBERATUNG - SACHVERSTÄNDIGENGUTACHTEN 82538 GERETSRIED BEI MÜNCHEN

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