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Muster Liquiplan

Anmerkungen zur Planverprobung auf EDV-Basis (z.B. EXCEL)

Am besten vernetzen Sie Ihr Liquiditäts- und Controlling-Management mit den wichtigsten Bausteinen:

- (1) Ertragsplan
- (2) Kosten-Budget
- (3) Finanzierung
- (4) Kurzfristiger-Status
- (5) Liquiditätsplan LIPLA


Der Ertragsplan (1) ergibt sich in diesem Fall automatisch aus dem Liquiditätsplan (5).

Der Liquiditätplan beruht wiederum auf dem Kosten-Budget (2) und der Finanzierung (3) Ihres Unternehmens.

Hier auf unserer Website finden Sie unter der Rubrik Links & Downloads einen Muster-Liqui-Plan ("Schnupperkurs"), der aber nicht der Vollversion entspricht.

Das ausführliche Konzept wird in unserem eintägigen Liquiditätsseminar dargestellt und ausführlich erläutert. Hier erhalten die Teilnehmer auch die entsprechende Software. (< Seminare). Alternativ bieten wir auch eine entsprechende Inhouse-Einführung an.

Weitere Erläuterungen zu einem effektiven Liquiditätsmanagement finden Sie auch in unserem Fachbuch "Immer zahlungsfähig" (2. Auflage).


Dazu folgende Hinweise:

1) Ertragsplan: Wird vom System automatisch generiert. Keine Eingabe bzw. Veränderung möglich!

2) Kosten: Hier kann sowohl dem jeweiligen Kostenverursacher wie dem Betrag nach individuell eingetragen werden. Entscheidend sind die sich ergebenden (abgerundeten) Budgets für Personalaufwand und für laufende Betriebskosten.

3) Finanzierung: Hier wird je Konto und Institut Betrag und Zinssatz eingetragen. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen lang- und kurzfristig. Kurzfristig ist insbesondere der Kontokorrent-Rahmen. Seine Höhe kann im LIPLA (5) aktuell verändert bzw. angepasst werden. Die jeweiligen Summen (Kapital und Zinsen) werden automatisch generiert.

4) Kurzfristiger-Status bzw. Liquiditätsbilanz: Hier werden die kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten eingetragen. Debitoren, Kreditoren, Sozialträger und z.B. ausstehende Löhne werden getrennt erfasst. Auch der aktuelle Warenbestand kann eingetragen werden. Seine Bedeutung ist aber unter kurzfristiger Betrachtung sehr gering.

Dieser Kurzfristige-Status ist bei laufenden Unternehmen ("going concern") der theoretische "Tag X":

Was würde passieren, wenn am Tag X alle meine Kunden zahlen und ich gleichzeitig alle meine Verbindlichkeiten bei Lieferanten und Sozialträgern erfüllen würde ?

Denken Sie an das parlamentarsiche Verfahren des "Hammelsprungs": Hier gehen Ja-Sager und Nein-Sager jeweils durch getrennte Türen.

Einge ganz entscheidende Kennziffer für Ihre aktuelle Liquiditätslage ist im Kurzfristigen-Status der sich ergebende "Fehlbetrag II". Mit dem Status können Sie auch schnell feststellen, ob Ihre Zahlungsfähigkeit gem. jüngstem BGH-urteil (2005) ausreichend oder bereits kritisch ist.

5) Liquiditätsplan (kurz: LIPLA):

Denken Sie daran: Stets für ausreichende Liquidität zu sorgen ist Ihre wichtigste Aufgabe als Chef !

Im Gegensatz zur Finanzbuchhaltung (dient zuvorderst der Ermittlung Ihrer Steuerlast) werden im LIPLA die Zahlungen eingetragen, wann und wie sie tatsächlich fließen! Der Zahlungseingang brutto bezieht sich nur indirekt auf Ihre Umsätze: entscheidend ist Ihre OP-Liste "Debitoren". Entprechend verhält es sich beim Materialeinkauf: hier ist es Ihre OP-Liste "Kreditoren", auf die es ankommt.

Bei "Umsatz" werden in den jeweiligen Monaten daher die Brutto-Summen (incl. MWSt) eingetragen, die zu diesem Zeitpunkt nach kaufmännischer Vorsicht erwartet werden. So kann ein Umsatz, den Sie im Juli fakturieren und in Ihrer G+V ausweisen, erst im September fließen.

Im LIPLA lassen sich auch Teilzahlungen genauer zuordnen, vor allem was ihren Zeitpunkt betrifft.

Die MWSt aus dem Umsatz wird in diesem Beispiel (t=1) jeweils im gleichen Monat wieder automatisch generiert, da sie bereits bei Fakturierung entsteht und im klassischen Fall einen Monat später fällig wird.

Bei den Kosten werden dagegen nur die Nettobeträge eingetragen, obwohl in vielen Fällen (Lieferanten, Leasing) zusätzlich die MWSt zu zahlen ist. Per saldo gleicht sich das im LIPLA wieder aus, da dann Ihre wirklichen MWSt-Zahlungen um eben die bereits gezahlten MWSt-Beträge (Vorsteuer) geringer ausfallen.

Der Wareneinsatz wird in diesem Beispiel ebenfalls automatisch über die zuvor festgelegte Wareneinsatzquote vom System generiert. Dieses Beispiel hier ist so angelegt, dass die Lieferanten im selben Monat bezahlt werden, in dem das Unternehmen auch den Zahlungsfluss aus Umsatz erhält (t=1). Alternativ können auch individuell die Beträge eingegeben werden.

Bei den Personalkosten können Sie für jeden Monat individuell Ihren Brutto-Aufwand eintragen, also Bruttogehälter und -löhne zzgl. Arbeitgeberanteil. Für die Grobplanung Ihrer Personalkosten genügt es in der Regel, wenn Sie hier die Bruttolöhne mit dem Faktor 1,25 rechnen. Berücksichtigen Sie auch Sonderzahlungen wie WuU-Gelder.

Die laufenden Betriebskosten werden in diesem Beispiel automatisch generiert, wenn Sie zuvor die Kosten-Budgets (2) erstellt haben.

Die Zinsen werden im langfristigen Bereich ebenfalls automatisch generiert, wenn Sie zuvor Ihre Finanzierung (3) entsprechend erstellt haben. Die kurzfristigen Zinsen dagegen errechnet das System automatisch aus dem Kontostand des Vormonats und dem zuvor eingetragenem Zinssatz.

Die Tilgung wird in diesem Beispiel individuell eingetragen.

Nach der Position Abschreibung (Afa) werden Sie im LIPLA vergeblich suchen, da die Afa liquiditätsmäßig keine Rolle spielt sondern einen reinen Aufwandsposten darstellt. Im Ertragsplan (1) hingegen wird diese Position individuell angegeben. Fragen Sie bitte Ihren Steuerberater, welche Plan-Größe Sie hier angeben sollen.

Bei Krisen- und Sanierungsfällen wird die Altlasten-Problematik sowohl im Ertrags- wie im Liquiditätsplan mit eigenen Zeilen erfasst.

Beachten Sie vor allem die Zeile: Konto-über- bzw. -unter-schreitung ! "Controlling by Kontostand" wird zwar von echten Controllern etwas spöttisch betrachtet, ist aber auf jeden Fall besser als gar kein Controlling! Sie sollten Ihre Liquidität so planen, dass Ihr Kontokorerent-Rahmen niemals überschritten wird. (So etwas sieht nicht gut aus bei einem "Plan".

Bei ständiger Konto-überschreitung wird Ihre Bank nervös. Die praktiziert nämlich "Controlling by Kontostand" !

Hinweis:

Ein solches Liquiditäts- und Ertrags-Controlling wird von su-consulting.de im Beratungsfall immer individuell auf die jeweilige Unternehmens-Situation hin angepasst und vor Ort installiert. Eine Diskette bzw. CD-ROM mit diesem Programm wird daher an Dritte nicht abgeben. Wir haben aber nichts dagegen, wenn Sie sich das hier gezeigte Beispiel als Vorbild für Ihr eigenes Liquiditäts-Controlling nehmen. Ganz im Gegenteil: So oder ähnlich sollten Sie auf jeden Fall Ihre zukünftigen Liquiditäts-Erwartungen planen und darstellen. Immer mehr Banken verlangen das von Ihnen !

Also nur los! Denn das einzig Wahre ist immer noch das Bare !

Seien Sie aber nicht traurig, wenn Ihr Plan auf Anhieb nicht gleich funktioniert:

"Ja mach nur einen Plan. Sei nur ein großes Licht! Und dann mach' noch 'nen zweiten Plan. Gehn tun sie beide nicht."

Bert Brecht

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