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Liquiditäts-Management Tipps

Kurzfristige Tipps und Massnahmen

Sie sollten (vor allem wenn Ihr Liquiditätsfluss zu einem kaum noch wahrnehmbaren Rinnsal verkümmert ist):

- immer auf der berühmten Hut sein, was Ihre "Kohle" betrifft

- alle Hebel und Maßnahmen in Gang setzen, damit auch alle Ihre Kunden pünktlich zahlen, notfalls wenigstens in Raten (Fluss-prinzip: Hauptsache, es fließt was: "Spatz in der Hand ist besser als Taube auf dem Dach")

- das Eintreiben Ihrer Außenstände grundsätzlich zur Chefsache erklären

- von der Buchhaltung jeden Tag Infos über Zahlungs-Ein- und Ausgänge anfordern (Liquidität pur)

- Augen und Ohren stets offenhalten, um Zahlungsschwierigkeiten bei Kunden frühzeitig zu erfahren (z.B. auch bei Ihren Außendienstlern bzw. Vertretern)

- bei geringstem Zweifel an der Bonität mancher Kunden entsprechende Auskünfte bei den seriösen Auskunfteien einholen, solche Auskünfte aber auch gleich wieder vorsichtig beurteilen ! (Schneider hatte bis zum großen Knall die besten Bonitäts-Noten)

- alle, wirklich alle (keine Tabus!) Möglichkeiten kurzfristiger Kosteneinsparungen im Auge behalten, notfalls sofort und knallhart realisieren (wie es die großen Firmen immer wieder vormachen!)

- rechtzeitig das Gespräch mit Ihrem Banker suchen und um eine befristete Rahmen-Erhöhung bitten, falls die Lücke kurzfristig nicht zu schließen ist

- notfalls um befristete Tilgungsaussetzung nachsuchen (machen die Banker in der Regel mit: "kostet sie nichts.")

- Versuch starten, umzuschulden (machen die Banker in der Regel weniger gern mit: "kostet sie was.")

- das grundsätzlich vernünftige Ausnutzen von Skonti bei Ihren Lieferanten-Rechnungen notfalls vorerst einstellen*

- die Aufträge solcher Kunden forcieren, die schnelle Zahlung erwarten lassen

- bei "Niedrigwasser" strikt an die alte Weisheit halten: Liquidität vor Rentabilität! Grenzkostenkalkulation anwenden

- notfalls Ausgaben rausschieben

- beim Finanzamt eher die Lohn- als die Umsatzsteuer zahlen, wenn's eng wird. Mit denen reden. Auf jeden Fall aber die Umsatzsteuer-Erklärung immer rechtzeitig abgeben. Die Erklärung nicht manipulieren (erste Erklärung niedriger Soll, später berichtigte Erklärung mit höherem Soll nachreichen. Das merken die sehr schnell!)

- Vorsicht bei Krankenkassen, wenn Sie eine GmbH haben. Die "zündeln" heute viel schneller, wenn sie ihr Geld nicht bekommen. Bei mehr als einem Monat Rückstand ist Holland in Not.

- Die eigenen Mitarbeiter rechtzeitig informieren, wenn's mal eng wird. Sachlich aufklären, um die Gerüchteküche nicht anzuheizen. Pflegen Sie bisher einen vertrauensvollen Umgang mit Ihren Leuten, erhalten Sie dieses Vertrauen jetzt zurück. Wenn der Lohn nicht so pünktlich eingeht wie gewohnt, verhalten sich die meisten mehr als loyal. Das stelle ich in Krisenfällen immer wieder fest. (Ausnahmen bestätigen nur die Regel.)

- Sale and lease back: Verkaufen und gleich wieder zurückmieten

- Last but not least: Wenn es mal eng wird mit der Liquidität pur und die Bank sich stur stellt, müssen zuerst Ihre Lieferantenbeweisen, wie ernst sie's meinen mit den Sprüchen von der "stets guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit." Längere Zahlungsziele sind das mindeste, was Sie abfordern sollten. Aber auch hier gilt: Offene Kommunikation, einweihen in Ihre Krisenbewältigungs-Strategien !

- Doch sollten Sie immer (!) dann Skonti nutzen, wenn Ihre Liquiditätslage dies zuläßt. Skonti sind selbst bei überzogenen Konten mit entsprechenden "Strafzinsen" deutlich günstiger als jeder Lieferantenkredit. Den mathematischen Beweis dafür finden Sie in jedem betriebswirtschaftlichen Lexikon.

- Investitionen nicht mit kurzfristigen Mitteln finanzieren (auf keinen Fall über den Kontokorrent-Kredit!)

Bitte denken Sie daran, dass dies nur kurzfristige Massnahmen sind, die im Notfall greifen.

Besser ist, Sie installieren ein professionelles Liquiditäts-Management.

Dann läuft Ihr Geschäft !

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