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11.11.2008- Finanzkrise: Drehen die Banken den Geldhahn zu ?

Fast täglich kommen Horrormeldungen, wonach die Banken insbesondere den Klein- und Mittelbetrieben (KMU) den Geldhahn zudrehen. Aus diesem Grund hat auch die Bundesregierung die KfW angehalten, für entsprechende Kredite bereit zu stehen.

Zumindest bis heute sind jedoch gerade bei den KMU keine Engpässe zu beachten. Ganz im Gegenteil haben insbesondere die Sparkassen ihre Kreditvolumen an diese Zielgruppe sogar noch erhöht. Ähnliches berichten die Genossenschaftsbanken. Auch die Bundesbank sieht bis dato keine Anzeichen für eine Kreditverschärfung.

Die Plausibilität spricht gegen eine Kreditverknappung. Denn die Banken, allen voran die großen Geschäftsbanken, müssen nach dem Desaster mit ihrem Investmentbanking wieder kleinere Brötchen backen, sprich Kredite an Unternehmen und Verbraucher ausreichen, um selbst zu überleben. Kleinvieh macht auch Mist, gerade jetzt.

Derzeit gibt es keinen objektiven Grund für eine Kreditverknappung bei den KMU. Und gegen höhere Zinsen sprechen Wettbewerbsargumente. Auf gut deutsch: Da wir bankenmäßig überversorgt sind, spricht derzeit nichts für höhere Zinsen. Zudem hat die EZB gerade den wichtigen Leitzins wieder gesenkt.

Ob das ewig so bleibt, steht auf einem Blatt.

Wer allerdings derzeit bei den Banken abblitzt, sind solche Finanzinvestoren und „Heuschrecken“, die sich bisher nur aufs Schuldenmachen verstanden. Bei ihren Kunden, versteht sich. Das Geschäft verläuft derzeit eher mau, weil die Banken hier nicht mehr mitmachen wollen.

 

So hat die Krise auch ihr Gutes.

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