Home | Kontakt | Seite merken | Freitag, 19. Januar 2018
SU-Consulting.de » Uhlig aktuell » 10.11.2005 - Falsch und richtig. Zehn Irrtümer beim Liquiditäts-Management.
10.11.2005 - Falsch und richtig. Zehn Irrtümer beim Liquiditäts-Management.

Falsch und richtig.

Zehn grundlegende Irrtümer beim Liquiditäts-Management.



1. Die Banken sind schuld, wenn es finanziell eng wird und die Zahlungsfähigkeit gefährdet ist. Falsch.
Richtig dagegen ist: Liquidität kommt aus dem Ertrag, und Ertrag entsteht nur dann, wenn strikt gewinnorientiert gewirtschaftet wird. Dann rollt der Rubel.
2. Mit der Rechnungslegung hat der Unternehmer seinen Auftrag beendet. Falsch.
Richtig dagegen ist: Liquiditätsmanagement fängt jetzt erst an. Erst wenn der Kunde auch alles bezahlt hat, ist der Auftrag abgeschlossen.
3. Die Rechnung selbst sollte möglichst schnell gestellt werden, selbst wenn die Leistung bzw. Lieferung noch nicht endgültig abgeschlossen ist. Falsch.
Richtig dagegen ist: Eine 100 % korrekte Rechnung ist Grundvoraussetzung für pünktlichen Geldeingang. Vorzeitige und ungenaue Rechnungslegung führen nur zu unnötiger Streiterei und infolgedessen für verspäteten Geldeingang.
4. Um den Geldeingang hat sich die Buchhaltung zu kümmern. Falsch.
Richtig dagegen ist: Debitoren-Management ist Chefsache schlechthin.
5. Wenn auf dem Konto immer genügend Luft ist, läuft alles bestens. Falsch.
Richtig dagegen ist: Schon am nächsten Tag kann das ganz anders sein. Gutes Liquiditätsmanagement plant seine Geldein- und –ausgänge stets per fortgeschriebenem Liquiplan auf Monate voraus und stellt sich auch auf mögliche Risiken rechtzeitig ein.
6. Wenn Auskünfte von Banken und Auskunfteien (z.B. Creditreform) unbedenklich sind, kann der Kunde risikolos beliefert werden. Der Geldeingang ist dann sicher. Falsch.
Richtig dagegen ist: Solche Auskünfte sind zwar wichtig, können aber eigene Bonitätsrecherchen niemals ersetzen. Der einstige Bau-Pleitier Schneider hatte bis Schlag Zwölf die besten Auskünfte. Doch Geld bekamen die Gläubiger danach keines mehr.
7. Wenn man die Lieferanten erst dann bezahlt, wenn der Kunde bezahlt hat, kann nichts schief gehen. Falsch.
Richtig dagegen ist: Wenn der Lieferant Skonto anbietet, sollte man dieses Angebot stets nutzen. Das ist am leichtesten verdientes Geld.
8. Man sollte versuchen, bei den Banken möglichst hohe Kontokorrent-Linien zu erhalten, selbst wenn man sie nur selten voll beansprucht. Falsch.
Richtig dagegen ist: Man sollte per genauer Liquiditäts- und Finanzplanung möglichst realistische KK-Linien anstreben. Denn Banken sehen es gar nicht gerne, hohe Linien vorzuhalten, die vom Kunden dann nicht genutzt werden. Denn das kostet sie unnötig Eigenkapital und bringt ihnen keinen Ertrag.
9. Am besten ist, Liquiditätsmanagement outzusourcen, z.B. durch Factoring. Dann gibt es keine Probleme mit dem Money. Falsch.
Richtig dagegen ist: Noch so gutes externes Factoring kann niemals besser sein als eigenes professionelles Liquiditätsmanagement, das die Individualität jedes Kunden berücksichtigt.
10. Das Thema Liquiditätsmanagement wird viel zu hoch gekocht. Wer als Unternehmer ordentlich arbeitet, hat auch keine Geldprobleme. Falsch.
Richtig dagegen ist: Neben guter Leistung ist gutes Liquiditätsmanagement genauso wichtig. Leider ist das heute so. Fragen Sie mal Unternehmer, die nur wegen der Pleite ihres Kunden selbst baden gingen.

© 2005 Diplom-Volkswirt Stefan Uhlig - www.su-consulting.de
Nachdruck mit Quellenangabe erlaubt.

Weitere Hinweise für professionelles Liquiditätsmanagement finden Sie im Fachbuch:

Stefan Uhlig:
Immer zahlungsfähig.
Nachhaltig erfolgreicher wirtschaften durch höhere Wertschöpfung und konsequentes Liquiditätsmanagement.
Sofortprogramm für Selbständige, Klein- und Mittelbetriebe.
2.Auflage 2004

Per www.libri.de binnen 24 Stunden über jede Buchhandlung lieferbar.

Schnell, unverbindlich und kostenlos - Frage an S. Uhlig - Consulting Diese Seite ausdrucken Empfehlen Sie diesen Beitrag von  S. Uhlig - Consulting an Freunde und Bekannte weiter
Internetagentur posmedia  |  Webdesign Info